Domsanierung: mehr Effizienz, mehr Sicherheit, mehr Möglichkeiten

Der Osnabrücker Dom hat bereits 1200 Jahre Geschichte hinter sich. Die Elektrotechnik war zwar nicht ganz so alt, jedoch deutlich in die Jahre gekommen. Schließlich lag die letzte große Baumaßnahme bereits über 20 Jahre zurück. Stromfressende Halogenbeleuchtung, diverse kleine Kabelbrände, keine Notbeleuchtung – das waren zentrale Punkte auf der „Mängelliste“.

Mehr Effizienz
Im gesamten Dom sowie im Kreuzgang wurden insgesamt 385 Lampen erneuert. Statt überholter Halogenbeleuchtung übernehmen energieeffiziente LED-Leuchten die Arbeit, alle Bereiche dem Anlass angemessen auszuleuchten. Durch die neue Beleuchtungstechnik können rund 80 Prozent des Stromverbrauchs eingespart werden, zurzeit rund 20.000 Euro pro Jahr.

Mehr Sicherheit
Punkt eins auf der Sicherheitsaufgabenliste war die Umsetzung der Vorgaben für die baurechtliche Zulassung als Versammlungsstätte. Dazu gehörten unter anderem auch ein Fluchtwegkonzept inklusive batteriegestützter Sicherheitsbeleuchtungsanlage sowie die Anbringung von Fluchtwegpiktogrammen. Außerdem wurden baurechtliche Maßnahmen zum Brandschutz umgesetzt.
Ein anderer Sicherheitsaspekt galt der Arbeitsstättenrichtlinie: Um auch die eigenen Mitarbeitenden zu sichern, wurden Absturzsicherungen für den Dachboden angefertigt und installiert.
Sämtliche Arbeiten mussten zudem unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes durchgeführt werden. Dank Unterstützung der Dombaumeisterin und spezialisierter Fachhandwerker eine lösbare Aufgabe.

Mehr Möglichkeiten
Die LEDs mit ihrer digitalen Steuerung sind nicht nur sparsam, sondern erlauben auch verschiedene Lichtszenarien, die Gottesdiensten, Konzerten oder anderen Veranstaltungen angepasst werden können. Darüber hinaus ist die neue Licht- und Elektrotechnik auf Notfälle unterschiedlicher Art vorbereitet: Die Sicherheitsbeleuchtungsanlage garantiert, dass im Fall der Fälle der sichere Ausgang zu finden ist, Batterieanlagen liefern auch bei Stromausfall ausreichende Beleuchtung für die nahezu 3.000 Quadratmeter Fläche. Derartig vorbereitet kann der Dom auch als öffentlicher Schutzraum in Katastrophenfällen fungieren.


Presse
Die NOZ berichtete am 25. Januar und am 1. Februar 2025 über die Bauarbeiten.

Neue Osnabrücker Zeitung vom 25./26.01.2025 – Sanierung schafft ungewöhnliche Einblicke

Neue Osnabrücker Zeitung vom 1./2. Februar 2025- Unsichtbare Technik für Licht und Sicherheit


Eckdaten

Art des Projekts: Sanierungsmaßnahme (Elektrotechnik, Umrüstung zur Versammlungsstätte, Umsetzung Maßnahmen zur Arbeitssicherheit)
Gebäude: denkmalgeschütztes Kirchengebäude
Baujahr: früheste Baubestandteile aus dem 9. Jahrhundert
Leistungsphasen: 1–8
Planungs- und Bauzeit:Planung inkl. Erfassung der Bestandselektrik: ca. 12 Monate
Umbau: ca. 7 Wochen (Kernzeit) zzgl. Vor- und Nachbereitungszeiten